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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V. |
Protokoll der 9. Jahreshauptversammlungim Gemeindehaus der St. Stephanusgemeinde in Schöppenstedt (An der Kirche 1) Anwesend: 32 Mitglieder; 5 Gäste TOP 1 TOP 2 TOP 3 Grußworte:
TOP 4 Rückblick auf das Jahr 2002. Die humanitäre und medizinische Hilfe ist zu einem konstanten Bereich unserer Arbeit geworden. Kontinuierlich und mit steigender Tendenz erreichen uns die Sachspenden und gelegentlich auch zweckgebundene Geldspenden. 7-8 Hilfstransporte pro Jahr ist inzwischen Normalität geworden. Insgesamt 9 Hilfstransporte (7 von Watzum aus, 1 von Kassel und 1 von Vechelde) wurden 2002 durchgeführt. Die Sachspenden steigen kontinuierlich - ebenso die Anfragen aus Weißrussland. Unterschiedliche Blindeneinrichtungen aber auch städtische Sozialämter und Krankenhäuser wenden sich mit Ihrer Bitte an uns - leider können wir nicht alle Wünsche erfüllen, zumal die Geldspenden leider nicht steigen und jeder Hilfstransport mehr als 2.000,- € kostet. Als hilfreich hat sich erwiesen, dass wir seid einiger Zeit feste Annahmezeiten eingerichtet haben. Wobei sich leider noch nicht alle danach richten. Auch die Bitte nichts vor die Kleiderkammer zu stellen, wenn diese nicht geöffnet ist, hat sich noch nicht bei allen herumgesprochen. Erfreulich ist, dass bislang immer genügend freiwillige Helfer beim Beladen des LKWs da waren. Ein herzliches Dankeschön an allen Spendern und Helfern beim sortieren, verpacken und beladen, sowie auch allen anderen, die in irgendeiner Form für den Verein aktiv geworden sind. Im Bereich der humanitären Hilfe ist auch Familie Steffens in Vechelde und Familie Bechstedt und Ziemer mit Team in eigener Weise aktiv. Die zweite Informationsreise nach Weißrussland fand vom 19. -28.07. statt. Anknüpfend an 1998 wollten wir unser Augenmerk darauf lenken, wie die Situation in den Krankenhäusern ist und wo spezielle Effekte nach Tschernobyl zu beobachten sind. Am deutlichsten wurde es in der Augenklinik in Gomel wo Prof. Byrjukow auf eine seltene Augenkrankheit hinwies die 1986 sprunghaft angestiegen ist. In allen Krankenhäusern wurden wir freundlich aufgenommen und es wurde uns alles gezeigt. In den abschließenden Gesprächen wurde überall der Wunsch an einem Ärzteaustausch deutlich. Dieser hat noch im Jahre 2002 begonnen. Die Ärztin Helen Demidovich von der Minsker Onkologie und Radiologie war im Oktober für 14 Tage in Städtischen Krankenhaus Celler Straße zur Hospitation. Weitere Besuche wurden von Dr. Horst Wohlfahrt angebahnt und werden teilweise in Kooperation mit der niedersächsischen Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl" durchgeführt! In Kooperation mit der Männerarbeit und dem Amt für Religionspädagogik waren wir Gastgeber für eine Gruppe Landwirte, Lehrer und den Chor der lutherischen Gemeinde in Minsk. Neue Buchprojekte wurden in Angriff genommen. So wollte Dr. Horst Wohlfahrt seine mit Dr. Michael Malko gesammelten Informationen über die Folgen der Tschernobyl-Katastrophe einfliesen lassen in eine Reihe "Belarus nach Tschernobyl". Die ersten Hefte sind bereits gedruckt. Wie mit den Heften verfahren wird, die angefangen aber durch den überraschenden Tod von Dr. Wohlfarth nicht fertiggestellt sind, wird derzeit abgeklärt. Dr. Dietrich Wegner hatte uns bei der letzten Jahreshauptversammlung die ersten Bilder seiner Ausstellung "Wunden heilen langsam - Tschernobyl - Drei Leben danach" gezeigt. Inzwischen ist die Ausstellung auf Tournee und auch das Buch dazu ist vor kurzem zweisprachig fertiggestellt worden. Über Dr. Hans-Christian Diedrich/Berlin konnten wir auch ein Buch über die Kirchengeschichte Weißrusslands herausgeben. Auch andere Tschernobyl-Initiativen sind an diesen Büchern sehr interessiert. Die bisherigen Spenden für die Bücher/Buchprojekte decken die Unkosten. Wir hoffen, dass diese Entwicklung auch für die laufenden Projekte anhält. In Kooperation werden auch die Handwerkereinsätze in Nadeshda organisiert. Im Jahre 2002 fanden auch erstmalig Arbeitseinsätze in Podjelniki, dem Erholungszentrum der weißrussischen Blindengesellschaft statt. In Kooperation mit der Institution "Kinder von Tschernobyl-Stiftung des Landes Niedersachsen" haben wir uns beim ersten Ökumenischen Kirchentag 2003/Berlin angemeldet. Auf einem gemeinsamen Stand (Halle 3.1, Stand B38) werden wir die Ausstellung von Dr. Wegner und unsere jeweilige Tschernobyl-Hilfe präsentieren. In Kooperation mit dem Kulturverein Schöppenstedt konnten wir zwei Benefizkonzerte ("Herzen in Terzen" und der "Auswahlchor der Neuapostolischen Kirche") anbieten. Da beide Konzerte gut besucht waren wurde auch die erhoffte finanzielle Unterstützung für unsere Arbeit realisiert. Die Evangelische Jugend der Propstei Wolfenbüttel hat eine Jugend-Musik-Veranstaltung einer Benefiz-veranstaltung für die Tschernobyl-Initiativen in der Landeskirche gewidmet. Die weißrussische Botschaft in Berlin hat auch 2002 wieder zum weißrussischen Nationalfeiertag nach Berlin eingeladen. Während der Kindererholung konnten wir im Falkenheim den Startschuss der Europatournee für eine weißrussische Tschernobyl-Ausstellung geben. Diese wurde vom Tschernobyl-Komitee/Minsk zusammengestellt und hier bei uns im Falkenheim aufgebaut. Eröffnet wurde sie von Andrej Schuplak, dem ersten Botschaftssekretär und von Aleksei Smirnov, Mitarbeiter des Minsker Tschernobyl-Komitee. Zur Verabschiedung aus dem Dienst der Botschaft in Berlin besuchte uns Andrej Schuplak und stellte uns bei dieser Gelegenheit seinen Nachfolger Aleksandr Levanovitsch vor. Während der 8. Jahreshauptversammlung (April 2002) haben wir Vjatscheslav Pleskatsch und Dr. Michael Malko (beide aus Minsk) als "Ehrenmitglieder" in unseren Verein aufgenommen. Einige Privatpersonen aus der Region Kassel und die Versöhnungskirche Kassel haben u.a. für einen weiteren Mitgliederzuwachs gesorgt. Im Dezember 2002 haben wir mit Carolin und Folko Heinke unsere 200/201 Mitglied aufnehmen können. Der aktuelle Stand liegt inzwischen bei 213. Bitte werben sie weiter für Mitglieder und Spender, damit wir die steigenden Anforderungen und Aktionen auch in Zukunft finanzieren können. Viele Vorträge und Infostände gaben uns auch im Jahr 2002 die Gelegenheit über unsere Arbeit zu berichten. Die Anerkennung unserer breitgefächerten Arbeit zeigt sich auch in der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes an den Vorsitzender der Tschernobyl-Initiative Paul Koch am 11. Mai im Schöppenstedter Rathaus durch Landrat Burkhard Drake. Für Vechelde gibt Kurt Steffens und für Kassel Jochen Ziemer einen kurzen Bericht ab. Familie Steffens ist mit ihrer eigenständigen Aktion "Krupki" unserem Verein beigetreten. Sie Unterstützung eines Krankenhauses und fahren einmal pro Jahr nach Weißrussland. Im Gepäck humanitäre Hilfe, soweit es das Fassungsvermögen des PKW hergibt. Ingeborg und Volker Bechstedt sowie Jochen Ziemer haben als Mitglieder des Vereins eine "Außenstelle" der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt in Kassel installiert und organisieren vor Ort Sammelaktionen und einen Hilfstransport pro Jahr. Kai Boever berichtet für die Internetgruppe. Kai Boever, Anja Stadelmann und Team sorgen für ständige Aktualisierung unserer Homepage und weist auf den starken Zugriff der angebotenen Informationen hin. Kassenbericht:
Bericht der Kassenprüfer:
TOP 5 Wahl eines Kassenprüfers.
TOP 6 Planung 2003/2004
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Verein Vereinsstruktur
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