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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V. |
Podjelniki
Ca. 95 km südlich von Minsk, in der Nähe der Kreisstadt
Usda, nahe dem Dorf Podjelniki,liegt das gleichnamige Sanatorium
und Erholungsheim der Weißrussischen Blindengesellschaft.
Podjelniki ist aber mehr als nur ein einfaches Erholungszentrum in einer
wunderschönen Landschaft. Podjelniki ist auch eine Vision. Eine Vision von
einer besseren Zukunft. Die Katastrophe in Tschernobyl am 26.04.1986 hat
Weißrußland bis heute verändert. Die Strahlung macht keinen
Unterschied zwischen arm und reich, zwischen jung und alt und zwischen behinderten
und nicht-behinderten Menschen. In den von der Katastrophe betroffenen Gebieten
Weißrußlands betreut die Blindengesellschaft heute viele sehbehinderte
Menschen, und die Anzahl der Behinderungen und Krankheiten, auch des Auges, sind
nach der Katastrophe deutlich gestiegen. Für sehbehinderte Menschen, insbesondere
für Kinder, einen Erholungsaufenthalt in Deutschland zu organisieren ist wegen
der intensiven Betreuung und den damit verbundenen Kosten kaum möglich.
Dennoch benötigen auch diese Menschen Hilfe. Die Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V. hat, soweit es möglich war, die weißrussische Blindengesellschaft beim Aufbau dieses Zentrums unterstützt und will dies auch weiter tun. Neben der Finanzierung von Erholungsaufenthalten für sehbehinderte Kinder (alle 2 Jahre) und der Lieferung von humanitärer Hilfe sind auch Arbeitseinsätze in Podjelniki geplant. Dies alles kostet sehr viel Geld, deswegen sind wir dringend auf Spenden angewiesen.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ging es der weißrussischen
Blindengesellschaft wirtschaftlich sehr schlecht. Zuvor hatte jede der 17
Produktionsstätten der landesweit arbeitenden
Blindengesellschaft (51 % der Arbeitsplätze sind
Arbeitsplätze für Sehbehinderte und Blinde) neben
verschiedenen anderen kulturellen und sportlichen Einrichtungen
auch jeweils ein Erholungsheim, das von dem jeweiligen Betrieb
geführt und unterhalten wurde, aber von allen
Weißrussen und Weißrussinnen genutzt werden konnten. (Mitarbeiter der
Blindengesellschaft zu günstigeren Konditionen).
1996 besuchte die Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt, während ihrer ersten Begegnungsfahrt, das damalige Freizeitheim (bestehend aus dem Haupthaus mit 20 Betten, ganzjährig geöffnet und 5 Holzhäuser für kleine Gruppen oder Familien für den Sommerbetrieb). Von da an unterstützte die Tschernobyl-Initiative das Erholungsheim. Alle zwei Jahre finanzieren wir mit ca. 3000 € Kindererholungsmaßnahmen und Mutter-Kind-Kuren in Podjelniki. Dies geschieht im Wechsel mit den Kindererholungsmaßnahmen im Falkenheim, wo wir keine blinden oder stark sehbehinderten Kinder aufnehmen können. Hier in Podjelniki ist die angemessene Begleitung, Unterstützung und Therapie mit dem entsprechenden Personal für sehbehinderte und blinde Menschen gewährleistet. |
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