Begrüßung
Herzlich willkommen in Schöppenstedt.
Herzlich willkommen
zu unserem gemeinsamen Rückblick auf 2006,
dem Jahr der Erinnerung an
20 Jahre Tschernobyl-Katastrophe
aber auch
Erinnerung an 20 Jahre Tschernobyl-Hilfe.
Fast automatisch ist mit einem Rückblick
auch ein Ausblick verbunden -
Und so wollen wir es auch heute halten.
2006 also ein Jahr der Erinnerung an
20 Jahre Tschernobyl-Katastrophe
In diese Erinnerung mischten sich
im Laufe des Jahres
- Überlegungen für die Bundeswehr Atomwaffen anzuschaffen
- Den Ausstieg aus dem Ausstieg der Atomenergie voranzutreiben
- die verstärkte (und offizielle/ öffentliche) Verharmlosung
der Folgen der Tschernobyl-Katastrophe
- das Verblassen der Erinnerung des am eigenen Leib
im Frühjahr und Sommer 1986 erlebten
- Ein Rückgang der Spendenbereitschaft
- Schwieriger werdende Bedingungen für die hum. Hilfe für Belarus / Tschernobyl-Opfer
Umso wichtiger, so finde ich,
dass die in einer Arbeit stehenden
auch an einem Strang ziehen,
sich vernetzen
und dennoch Eigenständig bleiben.
(Das heutige 2. Thema)
Die Arbeitsgemeinschaft
"Schacht Konrad" [1]
lud im Oktober 2005 ein zu einer Sitzung ein
um mit gemeinsamen Projekten
an 20 Jahre Tschernobyl-Katastrophe -
aber auch um an
Harrisbourg und Nagasaki zu erinnern.
Es entstand das regionale, Braunschweiger Netzwerk "Tschernobyl20"
in dessen Mittelpunkt die Ausstellung
von Anatol Kliashchuk
in Braunschweig / Martinikirche [2] stand.
Außerdem fanden in diesem Zusammenhang
Vorträge von Dr. Mikhail Malko aus Minsk
In unserer Region statt.
Nun geht das Jahrestags-Jahr "Tschernobyl"
zu Ende.
Ein Resümee für unser Netzwerk haben wir
im Juni im Freizeit- und Bildungszentrum Asse anlässlich des Besuches von
34 strahlengeschädigten Kindern gezogen.
Generell war dieses Resümee positiv -
wenn auch das ein oder andere
hätte besser organisiert und besser vernetzt
hätte sein können -
und auch eine stärke Öffentlichkeit verdient hätte.
Nach meinen Informationen haben
neben beeindruckenden Ausstellungen zum Thema
vier bemerkenswerte Tschernobyl-Veranstaltungen auf nationaler und
internationaler Ebene stattgefunden.
-
Partnerschaftskonferenz in Geseke (April 06)
Zur Förderung der deutsch-belarussischen Kooperation organisiert das
IBB / Dortmund regelmäßig Veranstaltungen in Deutschland, wie
zum Beispiel die alljährliche Partnerschaftskonferenz der
deutsch-belarussischen Initiativen mit bis zu 400 Teilnehmern. Im Rahmen
der Konferenz werden 150 Vertreter belarussischer NGOs eingeladen. Sie
treffen ihre deutschen Partner zu Kooperationsgesprächen und nehmen
dann gemeinsam an der Konferenz teil. [3]
-
Umbenennung der IBB Minsk in
Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte "Johannes Rau"
Minsk (Sept. 06)
Hier ging es in Fortsetzung der Partnerschaftskonferenz in Geseke
nun in Minsk um die
deutsch-belarussisch-ukrainische Zusammenarbeit.
Es war die erste trilaterale Konferenz, die unter dem Thema stattfand:
"Von der Hilfe zu Partnerschaften -
Perspektiven und Zusammenarbeit 20 Jahre nach Tschernobyl
Hier ging von der belarussisch-ukrainischen Basis ein deutliches Signal
zur weiteren Zusammenarbeit aus.
Im Mittelpunkt stand das Thema
Von der Hilfe zur Partnerschaft.
Die Diskussion berührte wesentliche Fragen der grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit:
Wie können Kindererholungsaufenthalte, Ferienlager, Krankenbetreuungen
und Workcamps mit bisher ausschließlich karitativem Ansatz eine
stärkere partnerschaftliche Ausrichtung erhalten?
Eine zukunftsorientierte Frage, die sicher auch unsere Ansicht von humanitärer Hilfe
auf den Prüfstand bringt. [3]
-
Die Gesellschaft für Strahlenschutz e.V mit Sitz in Berlin
organisierte im April einen Kongreß zum Thema "20 Jahre nach
Tschernobyl - Erfahrungen und Lehren für die Zukunft."
Auch wenn im Detail andere Referenten auftraten und andere Themen behandelt
wurden, die Stoßrichtung war wie in der noch zu nennenden Konferenz in Feldkirch,
die Aufklärung über die tatsächlichen Folgen der
Tschernobyl-Katastrophe. [4]
-
Im September fand im österreichischen Feldkirch eine Konferenz
mit internationalen Referenten (auch in Kooperation mit der
niedersächsischen Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl") statt.
Als ich deren Resolution in Händen hielt,
die auf wissenschaftlicher Ebene das ausspricht
was wir alle schon längst wissen
wogegen wir aber immer ankämpfen müssen,
(nämlich die Verharmlosung von offizieller Seite)
ist die Idee geboren
diese Information auch in unserer Region
in die Öffentlichkeit zu bringen.
Die heutige Veranstaltung soll nun
(in einem 1. Teil)
den Versuch unterstützen
diese Information auch in unserer Region
in die Öffentlichkeit zu bringen.[5]
In einem zweiten Teil soll es dann heute Abend darum gehen,
wie wir in der Braunschweiger Region
uns auch zukünftig vernetzen wollen,
ob und in welcher Form wir den Netzwerkgedanken weiter pflegen
und evtl. zu konkreten oder grundsätzlichen Absprachen kommen wollen.
Hier sollte dann auch
der überregionale Netzwerk-Gedanke
eine Rolle spielen.
Prof. Eckel (Niedersächsischen Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl")hat hierzu bereits Kontakte
auf EU - Ebene aufgenommen.
Nochmals
herzlich Willkommen hier in Schöppenstedt
Paul Koch
Vorsitzender der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt e.V.
tschernobyl-initiative.schoepp@onlinehome.de
Links
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http://www.ag-schacht-konrad.de/
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http://www.martini-kirche.de/
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http://www.ibb-d.de/
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http://www.gfstrahlenschutz.de/
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Veranstalter der Konferenz in Feldkirch:
- Otto Hug Strahleninstitut - MHM e. V., München, Deutschland http://www.ohsi.de/
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Land Vorarlberg, Österreich http://www.vorarlberg.at
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Österreichische Ärztekammer, Wien, Österreich http://www.aerztekammer.at
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Deutscher Verband für Tschernobyl-Hilfe e. V., München, Deutschland http://www.dvth.de/
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Stiftung "Ein Herz für krebskranke Kinder", Dudelange, Luxemburg http://www.kriibskrankkanner.lu
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"Kinder von Tschernobyl" Stiftung des Landes Niedersachsen, Hannover, Deutschland
http://www.ms.niedersachsen.de
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