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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V. |
Der Gutsherr und der KnechtEs war einmal ein geiziger und hinterlistiger Gutsherr. Seine Knechte arbeiteten von früh morgens bis spät abends. Aber zu essen gab er ihnen nur einmal am Tag.Und das geschaf so. Der Gutsherr gab seinen Knechten das Frühstück. Doch es war so wenig, daß man nicht einmal das Gefühl hatte, etwas im Mund zu haben. Danach fragte der Gutsherr:"Wie ist es, wollt ihr auch gleich Mittagessen, dann muß ich euch nichts mitgeben." Die hungrigen Knechte waren einverstanden, und so aßen sie auch gleich ihr Mittagessen. Der Gutsherr fragte wieder:"Möchtet ihr vielleicht auch gleich das Abendessen haben. Denn dann braucht ihr, wenn ihr von der Arbeit heimkommt, keine Zeit zu verschwenden und könnt euch gleich schlafen legen." "Ja, gib uns auch gleich das Abendessen", antworteten die immer noch hungrigen Knechte. Die Knechte aßen nun auch gleich das Abendessen, gingen arbeiten und legten sich abends, ohne etwas gegessen zu haben, schlafen. So ging es Tag für Tag, aber länger als eine Woche konnten die Knechte dieses Leben nicht aushalten. So beschloß einer der Knechte, den Gutsherren auszutricksen. Wie jeden Morgen aß er erst sein Frühstück, dann das Mittagessen und schließlich das Abendessen. Danach fragte er:"Und wo, Gutsherr, kann ich mich nun schlafen legen?". "Was heißt hier schlafen", wunderte sich dieser, "und wer soll die Arbeit machen?" "Aber du bist wohl nicht mehr ganz bei Sinnen, Gutsherr", antwortete der Knecht, "wo hat man denn je gesehen, daß anständige Leute nach dem Abendessen arbeiten gehen? Nach dem Abendessen muß man schlafen gehen, heißt es." Gesagt, getan. Der Knecht legte sich auf das Sofa und fing sofort an zu schnarchen. |
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