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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Hilfe für Katja: Voruntersuchung  Operation  Katja heute

KATJA

Katja
Katja zu Besuch im IBB Minsk
(Internationales Bildungs- und Begegnungszentrum)

Ein seltenes Herzleiden

Aus der Kinderchirurgischen Universitätsklinik in Minsk, dem Zentrum für Kinderchirurgie für ganz Weißrußland, berichtete uns der Chefarzt Prof. Dr. Katko von der Krankheitsgeschichte von Katja Schimtschik (9 Jahre alt) aus dem Dorf Nowoselskij, Bezirk Postawy, Gebiet Wizebsk in Weißrußland. Im Mai 2001 ergab sich die Gelegenheit, der Familie einen kurzen Besuch abzustatten.

Katja war seit Geburt krank, sie litt unter schneller Erschöpfung und Zyanose (Sauerstoffmangel des Körpers). Sie wurde vom 18.1. bis 8.2.2001 im Kinderchirurgischen Zentrum in Minsk untersucht. Die Diagnose der Kinderchirurgischen Klinik lautete:

Atresie der Lungenarterien, Typ IV, Vertikelseptumdefekt, mehrfache aortopulmonale Kollaterale, chronische Hypoxaemie.
Es handelte sich um einen sehr seltenen Herzfehler, der in Minsk nicht behandelt werden kann, obwohl das Zentrum für Kinderchirurgie mit deutscher Hilfe auf den neuesten Stand gebracht wurde und sehr erfahrene Chirurgen für alle operativ zu behandelnden Herzfehler hat. Prof. Katko sah für den sehr komplizierten Herzfehler von Katja keine Möglichkeit, ihn in Belarus zu operieren. Es gibt auf der ganzen Welt nur wenige Zentren, die genügend Erfahrung mit solchen Krankheiten haben, daß sie die komplizierte Operation mit Aussicht auf Erfolg durchführen können. Eines davon ist das deutsche Herzzentrum in Berlin. Seit 1998 bestehen gute Kontakte zwischen Prof. Katko, Dr. Dr. Wohlfarth und der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt. Aus diesem Grund wandte sich Prof. Katko an Dr. Horst Wohlfarth und an die der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt mit der Bitte, dem Mädchen eine lebenserhaltende Operation in Deutschland zu ermöglichen. Dr. Wohlfarth besprach mit Prof. Dr. Lange, vom Berliner Herzzentrum, den Fall. Nach Durchsicht der Unterlagen und der Röntgenbilder bestätigte Prof. Dr. Lange den seltenen Herzfehler und die Möglichkeit einer aussichtsreichen Operation in seiner Klinik. Hierzu muß Katja zunächst in der berliner Klinik untersucht werden. Die Kosten für die Untersuchung mit allen Nebenkosten beliefen sich auf 5.616,- DM, die für die Operation auf 37.422,- DM.

Katjas Familie zusammen mit Irene und Paul Koch
Katja Schimtschik links neben ihrer ein Jahr jüngeren Schwester Rita (vorne) in Nowoselskij. Dahinter (von links) Irene Koch, Irina Schimtschik, Paul Koch und Jurij Schimtschik

Voruntersuchung in Berlin

Die ersten Spenden ermöglichten bereits im Juni Katjas Untersuchung in der berliner Spezialklinik. Katja traf zusammen mit ihrer Mutter am Sonntag den 17. Juni in Berlin ein. Sie wurden vom Bahnhof abgeholt und zur Klinik gebracht. Beide hatten die Reise gut überstanden und es ging ihnen gut, sofern man das vor dem Hintergrund der Situation sagen konnte.


Das Klinikpersonal war sehr freundlich und hilfsbereit. Die ärztlichen Untersuchungen begannen am Dienstag, den 19. Juni. Die Diagnose aus Minsk bestätigte sich. Eine Herzoperation war notwendig und aussichtsreich! Katja reiste am Freitag, den 22. Juni nach ause zurück.

Ansprechpartner:
Paul und Irene Koch
Hauptstr.34, 38170 Uehrde
Tel. 05332/6226; Fax. 05332/6205
Email: tschernobyl-initiative.schoepp@onlinehome.de

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Letzte Aktualisierung am 2006-11-21, Jens Stadelmann. Kontaktadressen