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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Fotos aus der "Tschernobyl-Zone"

Grabkreuz von einem Dorf

26.04.1986
Tschernobylkatastrophe

Das Dorf Tscherneau
81 Einwohner
wurden im Jahre 1986 umgesiedelt
44 Höfe
wurden im Jahre 1987 begraben

In den kontaminierten Gebieten in Weißrußland lagen 3600 Siedlungen, einschließlich 27 Städte. Davon 1528 Siedlungen im Gebiet Homel, 866 im Gebiet Mogilev und 167 im Gebiet Brest.

415 Dörfer wurden komplett evakuiert, zum Teil wurden die Häuser in Gruben geschoben und mit Erde bedeckt ("begraben"), um eine Ausbreitung der radioaktiven Substanzen zu verhindern [1].


Verlassenes Haus

In den kontaminierten Gebieten lebten 2.2 Millionen Menschen. In den 415 evakuierten Dörfern lebten 134.000 Menschen, welche ihre Häuser und ihren Besitz zurücklassen mußten [1]. Viele dieser Menschen leben heute in den Plattenbausiedlungen weißrussischer Großstädte.


Verlassenes Haus

Die evakuierten Häuser sind, soweit sie nicht abgerissen und "begraben" worden, dem Verfall preisgegeben. Teilweise wurde versucht, die kontaminierten Gebiete wieder zu besiedeln. In einigen Siedlungen haben sich Menschen, die aus anderen Teilen der Sowjetunion fliehen mußten, niedergelassen. Sie leben heute in dieser gefährlichen Umgebung und leiden unter den Folgen der Strahlung.


Weggeworfenes Buch

Die Evakuierten mußten ihren Besitz in den Dörfern zurücklassen, da auch diese Gegenstände kontaminiert waren. Vieles, was nicht von Plünderern gestohlen oder von Tieren zerstört wurde, hat der Wind nach draußen geweht. Eine verblassende Errinnerung an die Vergangenheit.


Warnschild

Für die Betroffenen ist die Tschernobyl-Katastrophe noch lange nicht erledigt. Auch zukünftige Generationen werden unter den Folgen dieser Katastrophe leiden. Und sie müssen auch mit evakuierten und abgesperrten Gebieten leben, mit einer Gefahr, die man weder fühlen, noch höhren, noch schmecken kann, die aber allgegenwärtig ist.


Fotos: Paul Koch (1997, 2001)

  1. vgl.: Malko, Michael; Wohlfarth, Horst: Krise der internationalen Strahlenschutzgemeinschaft (Buchreihe "Belarus nach Tschernobyl", Band 3), S. 4.
Tschernobyl-Katastrophe

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Letzte Aktualisierung am 2006-11-17, Kai Boever. Kontaktadressen