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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V. |
Gefahren bei Reisen nach Weißrußland?Viele Leute im Westen sind der Meinung, daß Reisen nach Weißrußland eine große Gefahr für die Gesundheit verursachen können. Denn sie wissen, daß Weißrussland am stärksten durch den Tschernobyl-Unfall betroffen wurde. Sie meinen richtig, daß die Bestrahlung negative Auswirkungen auf den Organismus hat. Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, daß die ionisierende Strahlung (Röntgenstrahlen, Strahlung von Substanzen, die in einem Kernreaktor gebildet werden; so genannte radioaktive Substanzen etc.) gefährlich für die Gesundheit ist. Weniger bekannt ist aber, daß die Gefährlichkeit der ionisierenden Strahlung von der Grösse der Bestrahlung abhängt. Weniger bewußt ist zudem, daß unsere materielle Welt radioaktiv ist. Das bedeutet, daß die Luft, das Wasser, der Boden, die Lebensmitteln etc. radioaktive Substanzen enthalten. Diese Substanzen verursachen die sogenannte " natürliche Strahlung". Die natürliche Strahlung schwankt von einer Gegend zur anderen. Zum Beispiel ist die Bestrahlung von Leuten, die in Gebirgen leben, größer als die Bestrahlung von jenen, die an der Meeresküste leben. Die mittlere Jahresbestrahlung, denen Menschen auf unserem Planeten ausgesetzt sind, kann man als die natürliche Einheit der Bestrahlung ansetzen. Gleich nach dem Tschernobyl-Unfall bekamen die Bewohner der Siedlungen, die sich im Umkreis von Tschernobyl befinden, eine so große Strahlungsmenge, wie sie in Weißrussland vor dem Tschernobyl Unfall nur im Laufe von hunderten und manchmal tausenden Jahren durch die natürliche Strahlung zustande kommen könnte. Heute (2001) aber ist die Bestrahlung der Menschen praktisch in allen Ortschaften Weißrußlands gleich der Bestrahlung vor dem Tschernobyl-Unfall. Nur in einigen südlichen Bezirken des Landes gibt es eine erhöhte Bestrahlung im Vergleich zur Bestrahlung vor dem Tschernobyl-Unfall. Wenn heute jemand in eine dieser Ortschaften mit erhöhter Bestrahlung für einige Wochen kommt, wird das keine Gefahr für seine Gesundheit bedeuten. Weißrußland gehörte vor dem Tschernobyl-Unfall zu den Ländern mit den niedrigsten natürlichen Strahlungsraten in Europa. Aus diesem Grund kann es passieren, dass während einer zweiwöchigen Reise sogar in Ortschaften Weißrußlands mit erhöhter Strahlung eine geringere Strahlenbelastung auftritt, als es in einigen Orten Deutschlands der Fall wäre. Man darf nicht vergessen, daß die gesundheitlichen Probleme durch den Tschernobyl-Unfall überwiegend in den Jahren 1986 und 1987 entstanden sind, als die Bestrahlung sehr hoch war und keine Maßnahmen zum Schutz der Menschen getroffen wurden. Deshalb kann man heute nach Weißrußland fahren, ohne irgendwelche Vorkehrungen gegen die Bestrahlung zu treffen. Wichtiger ist es Vorkehrungen gegen mögliche Magenprobleme, die wegen der ungewöhnlichen Lebensmittel entstehen können, zu treffen (Arzneimitteln gegen Durchfall). Dr. Michail Malko |
Tschernobyl-Katastrophe Berichte und Bilder
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