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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Brief an wohltätige Organisationen

DER PRÄSIDENT DER REPUBLIK BELARUS

An die Leitern der wohltätigen Organisationen der Bundesrepublik Deutschland, Minsk, den 11. April 2001

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Freunde,

Am 26. April 2001 werden es 15 Jahre seit dem Tag der Tschernobylhavarie sein. Im Laufe seiner jahrhundertealten Geschichte ist dem belarussischen Volk viel Not zugefallen. Aber niemand konnte vermuten, daß am Ende des 20. Jahrhunderts über unser Land eine ungeheuere Tragödie, deren katastrophalen Folgen wahrlich den planetaren Charakter haben werden, hereinstürzen wird. Diese Konsequenzen, von denen das Schicksal vieler Generationen betroffen wird, werden im Laufe der Jahrzehnten seine Auswirkungen haben.
Viele Länder, internationale Organisationen, öffentliche Vereinigungen und Privatpersonen aus dem Ausland haben Belarus in dieser schweren Periode wesentliche Unterstützung geleistet. Ich bin allen dankbar, die sich an der Beseitigung der Folgen der Tschernobyl-Havarie beteiligten.
Einen besonderen Dank möchte ich den wohltätigen Organisationen Deutschlands aussprechen. Gerade durch die Bemühungen Ihrer Vertreter ist die Schilddrüsengewebedatenbank im Onkologischen Dispensäire von Minsk und im Belarussischen republikanischen wissenschaftlich-praktischen Zentrum für onkologische Pathologie der Schilddrüse entstanden. Ihre Organisationen haben einen bedeutenden Beitrag zum Entstehen des Zentrums für Kinderonkologie in Minsk, zur Rekonstruktion des chirurgischen Zentrums des Klinischen Kinderkrankenhauses in Minsk, zur Ausstattung des histologischen Labors des Endokrinologischen Gebietsdispensäire von Homel, zum Entstehen des Zentrums für frühere Diagnostik der Erkrankungen geleistet, es wird die Tätigkeit des gemeinsamen belarussisch-deutschen wohltätigen Zentrums "Nadeshda - das 21. Jahrhundert" unterstützt.
Der Anteil der wohltätigen Organisationen der Bundesrepublik Deutschland an allen humanitären Gütem, die unsere Republik aus dem Ausland bekommt, beträgt 36 Prozent. Zirka 12 000 belarussische Kinder, die aus den durch Radionuklide verseuchten Gebieten kommen, haben eine Erholungskur in Deutschland absolviert. Ich kann es mir sehr gut vorstellen, wie viel Mühe man braucht, um die Kindererholung zu organisieren, humanitäre Hilfe zu sammeln und sie zuzustellen.
Ich weiß auch, daß Sie dabei Ihre Schwierigkeiten und Probleme haben. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll, weil sie vom Herzen kommt, und Ihre Wohltätigkeit ist ein Beweis für freundschaftliche Beziehungen zwischen den Völkern der Republik Belarus und der Bundesrepublik Deutschland.

Ich versichere Ihnen, daß der Präsident der Republik Belarus, die Regierung und Organe der Staatsverwaltung alles unternehmen werden, damit Ihre humanitäre Hilfe jeden konkreten Empfänger findet. Ich bin überzeugt, daß die Leistung derartiger Hilfe für die Kinder sowie fruchtbare Tätigkeit bei der Überwindung der Folgen der Tschernobylkatastrophe von Ihnen fortgesetzt und neue gute Ergebnisse bringen wird.
Ich wünsche Ihnen Gesundheit und Erfolge in Ihrer edlen Tätigkeit.

Alexander Lukaschenko

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Letzte Aktualisierung am 2006-11-12, Anja Stadelmann. Kontaktadressen