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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Genveränderungen bei Tschernobylkindern

Britische und israelische Forscher haben kürzlich eine neue Studie über Genveränderungen bei Kindern veröffentlicht, deren Eltern bei den Aufräumarbeiten nach der Tschernobyl-Katastrophe mitgearbeitet haben. Alle Kinder wurden nach der Katastrophe gezeugt.

Die Wissenschaftler untersuchten eine Gruppe von 41 Kindern, die nach der Katastrophe gezeugt worden, und eine Gruppe von 22 Kindern, die vor dem Umfall gezeugt worden sind. In beiden Fällen haben die Väter der Kinder als Liquidatoren gearbeitet. Dazu wurde noch eine Kontrollgruppe von 28 Kindern aus unverseuchten Gebieten untersucht.

Bei den Kindern, die nach der Katastrophe gezeugt worden sind, ist eine um bis zu sieben mal höhere Mutationsrate als bei Kindern, die vor dem Unfall gezeugt worden sind oder in unverseuchten Gebieten leben.

Nach Meinung der Wissenschaftler muß der genetische Defekt von den Eltern auf die Kinder übertragen worden sein, da andernfalls auch die Kinder, die vor der Geburt gezeugt worden sind und auch in den verstrahlten Gebieten leben, ebenfalls diese Deffekte aufweisen würden.

Die Wissenschaftler können auf Grund ihre Studie nicht ausschließen, daß das Erbgut der Menschen, die im Umkreis des Reaktors leben, auf Dauer geschädigt ist.


Weitere Informationen zu dem Thema:
Die Originalstudie wurde im Englischen "Proceedings of the Royal Society: Biological Science" veröffentlicht.
Literaturdaten:
Weinberg, S.H. et al (2001): Very high mutation rate in offspring of Chernobyl accident liquidators, Proc. R. Soc. London B 268. 1001-1005

Es gibt auch einige Zeitungsartikel zu dem Thema, einige auch mit Diskussionsforen:

Tschernobyl-Katastrophe

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Letzte Aktualisierung am 2007-07-24, Kai Boever. Kontaktadressen