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Tschernobyl-Initiative
in der Propstei Schöppenstedt e.V.


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Buch "Völkerverständigung und Freundschaft am Beispiel Deutschland/Belarus": Buch   Inhaltsverzeichnis   Präsentation  

Grußwort von Dr. Michail Malko

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Freunde!

Ich begrüße Sie alle und wünsche Ihnen alles Beste. Die Präsentation des Buches „Völkerverständigung“ ist ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Tschernobyl-Initiative in der Propstei Schöppenstedt. Die Tschernobyl-Initiative ist durch ihre große humanitäre Tätigkeit in Belarus sehr gut bekannt. Das Buch „Völkerverständigung“ schildert einige Aspekte dieser Arbeit.

Mein Land wurde durch die Tschernobyl-Katastrophe sehr stark betroffen. Hier einige Daten:

  • Im Jahr 1986 wurden 24725 Einwohner der ländlichen Siedlungen in der 30-Kilometer Zone evakuiert. Diesen Menschen wurde nur erlaubt, ihre Dokumente und Geld bei der Evakuation mitzunehmen.
  • In den Jahren 1990-1998 wurden etwa 110000 Einwohner der stark verseuchten, Siedlungen in die nicht verstrahlten Territorien zu evakuiert. Diese Evakuation und Übersiedlung wurde völlig vom Staat finanziert.
  • Zusätzlich verließen nach dem Tschernobyl-Unfall bis Ende des Jahres 2000 etwa 200000 Einwohner der verseuchten Territorien ihre Siedlungen.
  • Die gesamte Zahl der Menschen, die wegen der Tschernobyl-Katastrophe ihre Heimat verloren haben, ist nicht weniger als 335000. Das ist vergleichbar mit der Zahl der Opfer der natürlichen Katastrophen.

Es ist klar, dass die vom Tschernobyl-Gau Betroffenen Hilfe und Mitleid benötigen. Die Schöppenstedter Tschernobyl-Initiative unternahm vieles, um den betroffenen Menschen Hilfe und Unterstützung zu bieten. Es wurden viele Transporte mit Kleidern, Schuhen und mit Lebensmitteln nach Belarus geschickt. Darüber hinaus wurden auch Arzneimittel, Bekleidung für Ärzte und Krankenschwestern, verschiedene Sanitätschemikalien und Krankenbetten, Gehhilfen usw. in verschiedenen Kliniken geliefert.

Sie werden außerdem die erschütternde Geschichte der Rettung eines Mädchens aus Belarus namens Katja Schimtschik lesen können. Sie wurde in Berlin am Herzen operiert und auf diese Weise gerettet. Dies ist ein großer Verdienst von Dr. Horst Wohlfarth und der Tschernobyl-Initiative. Und das ist nur eine Geschichte der medizinischen Hilfe.

Vor einigen Jahren gab es eine starke Mangel an Nahtmaterialien für die neugeborenen Kinder. Der Ruf um die Hilfe wurde sogleich in Deutschland gehört. Dank der großen Bemühungen von Dr. Horst Wohlfarth und des Vorstandes der Tschernobyl-Initiative bekam das Zentrum für die Kinderchirurgie in Minsk die nötigen Nahtmaterialien. Diese Aktion half vielen Kindern das Leben zu retten. Man sollte hierzu bemerken, dass in diesem Zentrum alle Neugeborene mit Fehlbildungen einschließlich des Neugeborenen aus den verseuchten Regionen operiert werden. Eine solche Hilfe kann man nicht vergessen. Diese Hilfe zeigt die schönste Eigenschaft des Deutschen Volkes: die Solidarität mit Hilfsbedürftigen.

Es ist bekannt, dass es Menschen in der Welt gibt, die große Anstrengungen unternehmen, die tatsächlichen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe zu verharmlosen. Die Tätigkeit der Schöppenstedter Tschernobyl-Initiative und anderer humanitären Organisationen in Deutschland als auch in anderen Ländern entlarven diese Versuche. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt der humanitären Hilfe aller Initiativen.

Es ist nicht zu bezweifeln, dass die Arbeit dieser Tschernobyl-Initiative eine Art der Volksdiplomatie darstellt. Diese Tätigkeit dient nicht nur der Verständigung zwischen den Deutschen und dem Belarussischen Volk. Sie hilft, die feste Brücke der Freundschaft zwischen unseren Völkern zu stärken.

Die Mitglieder und der Vorstand der Schöppenstedter Tschernobyl-Initiative können stolz sein. Sie haben große Verdienste auf dem Gebiet der Humanität erworben und sie verdienen einen großen Dank von meinen Landsleuten. Alle Mitglieder und der Vorstand der Organisation haben vieles gemacht und komplizierte Probleme gelöst, um Belarus zu helfen. Frau Irene und Herr Paul Koch haben besonders viel getan, um diese großen Erfolge der Organisation zu organisieren. Das Buch „Völkerverständigung“ zeigt authentisch die wichtigsten Momente der Arbeit der Tschernobyl-Initiative auf. Für viele Leserinnen und Leser wird es sehr interessant sein, es zu lesen.

Ihr

Dr. Michael Malko

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Letzte Aktualisierung am 2007-04-07, Anja Stadelmann. Kontaktadressen